Batteriespeicher

Speicher machen Solarstrom planbar. Sie reduzieren teure Leistungsspitzen im Bezug.

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Speicher machen Solarstrom planbar

Ein Logistikdienstleister in Wunstorf hat eine 750 kWp PV-Anlage und einen schwankenden Lastverlauf mit deutlichen Lastspitzen am späten Nachmittag, wenn LKW be- und entladen werden und gleichzeitig die Sonne bereits an Leistung verliert. Die Lastspitzen treiben den Leistungspreis im Stromtarif nach oben, der über 12 Prozent der gesamten Stromrechnung ausmacht. Genau für diese Konstellation gibt es Batteriespeicher. Wir dimensionieren stationäre Speichersysteme passend zu Verbrauchsprofil und wirtschaftlichem Ziel.

Drei wirtschaftliche Anwendungsfälle

Batteriespeicher rechnen sich in Gewerbeanlagen vor allem in drei Konstellationen. Den größten Hebel liefert das Peak-Shaving, also das Kappen von Lastspitzen im Strombezug, was den Leistungspreis spürbar senkt. Mindestens ebenso wichtig ist die Eigenverbrauchsmaximierung, wenn die PV-Erzeugung über den momentanen Bedarf hinausgeht und der überschüssige Strom statt zu Einspeisetarifen abends genutzt wird. Hinzu kommt die USV-Funktion als Notstromversorgung für kritische Verbraucher bei Netzausfall.

Die drei Anwendungsfälle stellen unterschiedliche Anforderungen an die Speicherauslegung. Peak-Shaving braucht hohe Lade- und Entladeleistung in kurzen Zyklen. Eigenverbrauchsmaximierung braucht Kapazität für mehrere Stunden. USV-Funktion braucht zusätzliche Schalttechnik und gegebenenfalls schwarzstartfähige Wechselrichter.

Wie wir Speicher richtig dimensionieren

Die Faustregel "1 kWh Speicher pro kWp PV" gilt nicht universell. Wir dimensionieren auf Basis Ihres tatsächlichen Lastprofils. Zu kleine Speicher liefern wenig wirtschaftlichen Effekt, weil sie bei den meisten Erzeugungs- oder Lastsituationen voll oder leer sind. Zu große Speicher rentieren nicht, weil sie die meiste Zeit nicht ausgereizt werden und die Investitionskosten pro genutzter Kilowattstunde steigen.

Wir simulieren verschiedene Speichergrößen gegen Ihr historisches Lastprofil und zeigen, wie sich Wirtschaftlichkeitskennzahlen wie Amortisation und ROI mit der Speichergröße verändern. So sehen Sie die optimale Größe für Ihr Profil und nicht einen pauschalen Richtwert.

Lithium-Eisenphosphat als Standard

Wir setzen in Gewerbeanwendungen primär auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Diese gelten als thermisch sehr stabil und sind die Standardwahl für stationäre Gewerbespeicher. LFP hat eine etwas niedrigere Energiedichte als andere Lithium-Chemien, das ist im stationären Einsatz unproblematisch. Die Vorteile, vor allem die hohe Zyklenstabilität (typisch 6.000 bis 8.000 Vollzyklen) und das günstige Sicherheitsprofil, überwiegen deutlich.

Brandschutz und Genehmigung

Stationäre Speicher unterliegen Brandschutz- und Aufstellanforderungen, die wir im Genehmigungs-Konzept frühzeitig berücksichtigen. Bei größeren Speichersystemen (typisch ab 50 kWh) sind Aufstellort, Abstände zu Verkehrsflächen und Brandschutzabschnitte technisch zu klären. Wir arbeiten mit Brandschutzgutachtern aus der Region Hannover zusammen und dokumentieren die Anforderungen an den Aufstellraum frühzeitig.

Wirtschaftlichkeit ehrlich bewertet

Batteriespeicher sind nicht in jeder PV-Konstellation wirtschaftlich. Bei kleinen Anlagen ohne Lastspitzen oder ohne nennenswerten Eigenverbrauchs-Überschuss überzeugt die Investition oft nicht. Wir prüfen vor jeder Speicher-Empfehlung die individuelle Wirtschaftlichkeit in der Wirtschaftlichkeitsberechnung und sagen offen, wann ein Speicher sich für Ihren Betrieb erst in einigen Jahren rechnen wird, wenn Strompreise oder Leistungspreise weiter steigen.

Im Gewerbeumfeld bewegen sich die spezifischen Investitionskosten typischerweise zwischen 600 und 1.000 Euro pro kWh installierter Kapazität, abhängig von Größe, Hersteller und Funktionsumfang. Bei größeren Anlagen sinken die Preise pro kWh durch Skaleneffekte. Wir kalkulieren projektspezifisch, weil pauschale Werte selten zur konkreten Situation passen. Wir verzahnen die Speicherauslegung mit dem Lastmanagement, weil beide Bausteine dieselben Last- und Erzeugungsdaten verwenden.

Vorläufige Potenzialeinschätzung. Keine technische Planung, kein verbindliches Angebot und keine Rechtsberatung.

Worauf noch warten?

Stationäre Speicherlösungen für Gewerbebetriebe, zur Erhöhung des Eigenverbrauchs und Lastspitzen-Kappung.

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