Solarstrom direkt an die Steckdose Ihrer Fahrzeuge, mit dynamischem Lastmanagement.

Ein Fuhrparkleiter eines Großhandelsunternehmens in Laatzen plant die Umstellung von 40 Dieselfahrzeugen auf eine elektrifizierte Flotte über die nächsten fünf Jahre. Gleichzeitig läuft die PV-Potenzialanalyse für die Lagerhalle. Die naheliegende Frage: Lässt sich der erzeugte Solarstrom direkt für das Laden der Flotte nutzen, statt erst ins Netz einzuspeisen und dann teuer wieder zu beziehen? Genau das leistet die kombinierte Ladeinfrastruktur. Wir bauen Ladelösungen, die mit Ihrer PV-Anlage zu einem System werden.
Wir installieren Ladepunkte in zwei technischen Varianten. AC-Ladepunkte mit 11 oder 22 kW Ladeleistung sind die richtige Wahl für Mitarbeiterfahrzeuge und Firmenwagen, die mehrere Stunden parken. Sie sind kostengünstig in der Investition und einfach in der Installation. DC-Schnellladepunkte mit 50 bis 300 kW sind für Flottenfahrzeuge mit hohem Durchsatz, etwa Lieferfahrzeuge zwischen den Touren oder Transporter im Umlaufbetrieb. Die Investition ist deutlich höher, die Ladezeit aber ein Bruchteil.
Wir wählen die richtige Mischung aus AC- und DC-Punkten für Ihren konkreten Anwendungsfall. Eine reine AC-Lösung reicht für Pendlerflotten. Eine reine DC-Lösung wäre für die meisten Gewerbeflotten massiv überdimensioniert. Die meisten Betriebe brauchen eine Kombination mit dem Schwerpunkt auf AC.
Wenn 20 Mitarbeiterfahrzeuge gleichzeitig mit 22 kW laden würden, ergäbe das eine Anschlussleistung von 440 kW. Das überfordert die meisten Hausanschlüsse und führt zu hohen Leistungspreisen oder zur Notwendigkeit, den Netzanschluss kostenintensiv auszubauen. Die wirtschaftliche Lösung heißt dynamisches Lastmanagement. Die Ladepunkte werden intelligent gesteuert, dass die Gesamtleistung im verfügbaren Korridor bleibt.
Das Lastmanagement priorisiert PV-Erzeugung, vermeidet Lastspitzen am Netzanschluss und kann auf Strompreissignale reagieren. Fahrzeuge, die abends bis morgens stehen, laden in der günstigeren Zeit. Fahrzeuge, die schnell wieder einsatzbereit sein müssen, bekommen die höhere Priorität. Wir integrieren das Lastmanagement in Ihr Gesamtlastmanagement-System, sodass Ladeinfrastruktur und andere flexible Lasten gemeinsam optimiert werden.
Die wirtschaftlich attraktivste Konstellation ist das direkte Laden aus der PV-Anlage während der Mittagszeit. Wenn Mitarbeiter ihre Fahrzeuge am Arbeitsplatz parken und die Fahrzeuge tagsüber mit Eigenstrom geladen werden, verbessert sich die Eigenverbrauchsquote der PV-Anlage deutlich und gleichzeitig sinken die Stromkosten für das Laden. Bei einem typischen Strompreis von 30 Cent pro kWh und Eigenstrom-Gestehungskosten unter 10 Cent ist die Ersparnis erheblich.
Ladepunkte über 11 kW müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden, ab 12 kW gilt eine Anzeigepflicht, ab 22 kW eine Genehmigungspflicht. Bei größeren Installationen ist außerdem zu prüfen, ob der Hausanschluss ausreichend dimensioniert ist oder ob er ertüchtigt werden muss. Wir koordinieren die Anmeldung mit dem zuständigen Netzbetreiber und klären die Anschlusssituation früh, bevor Investitionen festgelegt werden.
Ladeinfrastruktur ist in der Regel über KfW-Programme förderfähig, sowohl in der Investition als auch zum Teil im Betrieb. Wir prüfen die aktuell verfügbaren Förderpfade gemeinsam mit der Förderberatung und integrieren sie in Ihre Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Gleichzeitig hat die Bereitstellung von Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz steuerliche Implikationen, die mit dem Steuerberater zu klären sind.
Vorläufige Potenzialeinschätzung. Keine technische Planung, kein verbindliches Angebot und keine Rechtsberatung.
Kombinierte PV- und Ladelösungen für Mitarbeiter- und Flottenfahrzeuge mit eigenem Solarstrom.